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Die Geschichte und Auswirkung des liegenden Wasserzeichens

2026.02.24. 0 reacties

Das „liegende Kreuz“-Rätsel: Warum wurde das Wasserzeichen 1913 geändert?

Obwohl die Änderung des Wasserzeichens der letzten Turul-Serie nicht groß angekündigt wurde – weder vorher noch nachher wurde eine offizielle Mitteilung veröffentlicht –, hielt sie doch Überraschungen für die Sammler bereit, auf die die Fachwelt schnell aufmerksam wurde.

Die Geburt des „universellen“ Wasserzeichens

Im Januar 1913 wandte sich die Generaldirektion für Post und Telegraphie an den Finanzminister mit der Bitte, ein neues Wasserzeichen zu entwickeln, bei dem es keine Rolle spielte, wie das Papier in die Druckmaschine eingeführt wurde. Ziel war es, dass das Wasserzeichen immer dasselbe Motiv im Verhältnis zum Markenbild zeigte.

So entstand das neue Muster: „eine fortlaufende Darstellung des apostolischen Doppelkreuzes auf einem Dreiberg“. Zu dieser Zeit verschwanden das bisherige Fabrikwasserzeichen und die Papierqualitätsnummer aus dem Papier.

Die „liegendes Kreuz“-Sensation

Kaum war die neue Serie in Umlauf gekommen, entdeckten die Sammler, dass auf einigen Marken die Kreuze nicht aufrecht, sondern liegend waren. Es stellte sich heraus, dass die Papierfabrik im Namen der Wirtschaftlichkeit einen Trick angewendet hatte: Aus den nach dem Ausschneiden der aufrecht-wasserzeichenhaltigen Bögen übrig gebliebenen Rändern wurden ebenfalls Bögen in liegender Position geschnitten, um Abfall zu reduzieren. Die Staatliche Druckerei war darüber so empört, dass sie ab 1914 die Annahme von liegend-wasserzeichenhaltigem Papier verbot.

Was verdanken wir den Hochwasserhilfsmarken?

Das Erscheinen der liegenden Wasserzeichen ist tatsächlich den Hochwasserhilfsmarken zu verdanken. Da diese größer waren, wurde ein neuer Druckbogentyp benötigt. Wenn man nur aufrechte Wasserzeichen verwendet hätte, wären 32 % des Papiers Abfall gewesen. Durch die Verwendung von gedrehten liegenden Bögen wurde dieser Verlust auf 10,5 % reduziert.

Wichtige Informationen für Sammler:

  • Wasserzeichenstellung: Eine wichtige Regel ist, dass es bei aufrechten und liegenden Wasserzeichen nicht 8 verschiedene Wasserzeichenpositionen gibt, im Gegensatz zu den früheren Kronenwasserzeichen.
  • Die ersten: Auf dem neuen Papier wurde zuerst der 10-Filler hergestellt (22. August 1913), gefolgt im September von den 1- und 2-Kronen-Werten.
  • Die Serie: Die liegende Wasserzeichen-Serie besteht aus nur 14 Stück, da nicht alle Nennwerte auf diesem Papier gedruckt wurden.


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